Die ultimative Ad Fraud Checkliste

01 Dezember No author

IAS hat sich zum Ziel gemacht Eure digitalen Kampagnen so sicher wie möglich zu machen. Fraud verschlingt immer noch einen großen Anteil digitaler Budgets. Im Folgenden zeigen wir euch, wie ihr Bots und anderen Betrugs-Szenarien auf die Schliche kommt.

Pixel-Stuffing, Ad-Stacking, nichtmenschlicher Traffic, Domain-Spoofing, Nutzer-Spoofing und vieles mehr. Betrüger manipulieren Domains von Webseiten wie u. a. Video-Piraterie-Seiten, um ihre wahre Identität zu verdecken und Gewinn aus dem Traffic zu generieren. Die Ad-Fraud Bekämpfung ist ein ständiges Wettrüsten. Die Methoden von Betrügern werden raffinierter und fast täglich entstehen neue Bot-Netzwerke, um potentiell Millionen Euro zu ergaunern. Zudem fällt Ad-Fraud in vielen Ländern in eine rechtliche Grauzone, was die strafrechtliche Verfolgung erheblich erschwert.

Ad-Fraud hat sich unter anderem zu einem großen Problem entwickelt, weil die Online-Werbebranche sich zu lange auf suboptimale Metriken fokussiert hat. Anstelle von “Conversions” wird immer noch die Klickrate als Indikator für die Effektivität von Werbung genutzt. Eine Kampagnenauswertung, die sich auf einen Markenwiedererkennungswert stützt oder auf eine echte Interaktion des Nutzers mit der Marke, ist für Ad-Fraud unanfällig. Klicks hingegen lassen sich sehr leicht manipulieren.

Ad-Fraud identifizieren

  1. Messen Sie Ad-Fraud in allen Kampagnen, um die Auswirkungen auf die Performance gesamtheitlich zu verstehen.
  2. Nutzen Sie Lösungen gegen Fraud, die vom Media Rating Council (MRC) für allgemeinen (General) und komplexen (Sophisticated) Invalid Traffic (IVT) anerkannt wurden. Wobei der betrügerische Traffic der SIVT ist. Der allgemeine non-human Traffic besteht aus Crawlern, die die Internetnutzung erleichtern und auch Bots, die zur Ortung des betrügerischen Traffics eingesetzt werden.
  3. Folgen Sie den Richtlinien des MRC für SIVT-Aufdeckung und -Filtrierung.
  4. Fragen Sie die Dienstleister mit Lösungen gegen Fraud, Ad-Server oder sonstige Anbieter wie Bots und andere Formen von SIVT gemessen werden können.
  5. Bieten oder fordern Sie mehr Transparenz bezüglich des Werbeinventars und -Traffics, inklusive der Traffic-Quellen und Audience Extensions.
  6. Verwenden Sie Verifizierungs- und Fraud-Anwendungen, die bestätigen, dass Werbeanzeigen nach Plan ausgeliefert wurden (an die gewünschten Webseiten, Geräte, Standorte und Empfänger) und ob die Umfelder Ad-Clutter oder andere Platzierungsprobleme aufwiesen.

Ad-Fraud verhindern

  1. Blockieren Sie betrügerische Impressions bevor sie den Creative Ad-Server erreichen.
  2. Sortieren Sie gekennzeichnete, infizierte PCs aus, um zukünftigen Werbebetrug zu verhindern.
  3. Sortieren Sie Webseiten aus, die bereits betrügerische Aktivitäten in ihrem Verlauf aufweisen und durch das Page-Level Scoring identifiziert werden können.
  4. Verwenden Sie Exclusion- und/oder Inclusionlists.
  5. Setzen Sie Pre-Bid-Screening ein.